Wie wird man eigentlich Nationalrat?

Eine politikbegeisterte Gruppe von 21 Jugendlichen aus dem Zentrum Stacherholz durfte wiederum an der Bern-Fahrt von «felix. die zeitung.» teilnehmen und das Bundeshaus und unsere Hauptstadt besuchen. Zwei Sekschüler berichten. 

Auf der dreistündigen Hinfahrt mit dem Car beantwortete der ehemalige SVP-Ständerat Hermann Bürgi den 50 Teilnehmenden Fragen von Organisator und Reiseleiter Andrea Vonlanthen zu Politik und unserem schweizerischen Regierungssystem. Persönliche Erfahrungen und Anekdoten kamen dabei nicht zu kurz. Er gab auch Tipps, wie Jugendliche selber einmal Nationalrat werden könnten. Wichtig: Sich früh für die Politik interessieren! 

Rücktritt gibt zu reden
In Bern angekommen, wurden wir in ein Fraktionszimmer begleitet, wo uns die Nationalräte Verena Herzog, Diana Gutjahr und Markus Hausammann Informationen zur laufenden Session gaben und unsere Fragen beantworteten. Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir auch, dass Bundesrat Johann Schneider-Ammann soeben seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte. Anschliessend wurden wir von einer Gästebetreuerin durch das Parlamentsgebäude geführt. Wir erfuhren interessante Fakten zum über 114 Jahre alten Bauwerk. Auf der Gästetribüne im Nationalratssaal verfolgten wir danach verschiedene Voten zum neuen Diskriminierungsgesetz. Auch der armenische Parlamentspräsident war mit einer kleinen Gefolgschaft anwesend.

 

«Tunz mer e Ligu Lehm»
Nach der Mittagspause durften wir eine Sightseeing-Tour geniessen. Ein Guide von Bern Tourismus erzählte uns während der Fahrt durch die Altstadt einiges über die Geschichte dieser speziellen Stadt. Beeindruckend  war unter anderem das Mattequartier, wo heute kaum noch das "Mattenenglisch" – eine Art Geheimsprache – gesprochen wird. Einzelne Wendungen und Begriffe werden aber immer noch gebraucht: " Tunz mer e Ligu Lehm."   

Mit der Standseilbahn fuhren wir hernach auf den Berner Hausberg, den Gurten. Traumhafte Aussicht auf Stadt und Landschaft bei strahlendem Sonnenschein. Von Wabern aus ging es dann in Richtung Arbon. Auf der Rückfahrt durfte natürlich das spannende Bundes-Quiz nicht fehlen. Am besten schnitt Ruth Schwarz aus Arbon ab. Sie gewinnt eine Spezialführung mit Nationalrätin Verena Herzog im Bundeshaus mit einem Essen.

Für diesen wundervollen und lehrreichen Tag möchten wir uns herzlich bei den Organisierenden und der finanzierenden SSG Arbon bedanken.

Leonie Knöpfel/Lara Brunner, Klasse 3Ec

Duo – Nino G. feat. Reto Weber

Mit den ältesten Instrumenten der Menschheit – der Stimme und der Perkussion – haben Nino G. und Reto Weber ein unterhaltsames Projekt entwickelt. Die beiden nahmen die Schüler auf eine Reise durch die Geschichte dieser «Instrumente» und zeigten ihnen, wie Geräusche entstehen, wie sie eingesetzt werden können und deren Einfluss auf Jazz und Hip-Hop.

Am Donnerstag, 22.Februar 2018, besuchten der Beatboxer Nino G. und der Perkussionist Reto Weber unser Schulhaus. Nino eröffnete die Vorstellung mit einem Beatbox-Stück. Die zwei Musiker erzählten uns die Geschichte des Beatboxens und stellten uns verschieden Perkussionsinstrumente vor. Sie fügten die beiden Elemente zusammen, um uns vor Augen zu führen, dass man die Stimme und Instrumente gut kombinieren kann. Nino erläuterte seine Geschichte und wie er auf die Musik kam, indem er uns verschiedene Platten, Künstler und Beatboxmethoden vorstellte. Nino regte das Publikum an, mit ihm auf die Bühne zu kommen. Schüler, Schülerinnen und Lehrer begleiteten ihn auf die Bühne. Nino zeigte ihnen die Grundlagen des Beatboxens und begleitete sie. Zum Abschluss führten Reto und Nino kleine Sketches vor, wobei sie ebenfalls die Methoden des Beatboxens anwendeten, um verschiedene Geräusche zu erzeugen. In diesen 45 Minuten haben wir sehr viel über das Beatboxen gelernt und konnten nur staunen.

Désirée und Cristina

Französisch mit 20 Musikinstrumenten und Gustav à l’école

Der aus Fribourg stammende Gustav, der unter anderem den Fussball EM-Song 2016 für das Schweizer Fernsehen produziert hat und die Fähigkeit besitzt, mehr als 20 Instrumente zu spielen, besuchte das Schulzentrum Stacherholz.

Am Donnerstagnachmittag, 23. November, besuchte Gustav uns Schülerinnen und Schüler. Nachdem alle ihre Plätze eingenommen hatten, stand er wenig später auch schon auf der Bühne. Anfangs waren viele skeptisch, da nur wenige von der französischen Sprache begeistert sind. Doch mit der Zeit lockerte sich die Stimmung auf, indem Gustav einige Schülerinnen und Schüler auf die Bühne bat, um das vorher gelernte Lied «Lundi matin» mit verschiedenen Instrumenten zu begleiten oder allgemein zum Mitsingen und Mitklatschen anregte. Mit einer Illustration, die einem Haus glich, brachte er uns den einfachen Aufbau eines Liedes bei. Es besteht aus einem Rhythmus, einer Melodie und einem leitenden Instrument. Er zeigte uns, dass man diese drei Komponenten in allen möglichen Stilen gebrauchen kann und er wechselte so beispielsweise zwischen Liebeslied und Heavy Metal. Zum Schluss der 90 Minuten applaudierten die Schülerinnen und Schüler und sangen noch ein letztes Lied mit Gustav. Für uns alle war es ein einzigartiges Erlebnis.

Désirée und Laura, 3. Kl.

 

Einblick in den Schulalltag

Kürzlich öffnete das Sekundarschulzentrum Stacherholz seine Türen zu einem Besuchstag. Viele Eltern und Interessierte nutzten die Gelegenheit, einen Einblick in den Schulbetrieb zu erhalten.

 

Während einem ganzen Tag konnte man unter anderem den Unterricht in den Fächern Mathematik und Englisch in den drei verschiedenen Niveaus hautnah erleben. Auch die Unterrichtsthemen von anderen Fächern wie Natur und Technik oder Medien und Informatik begeisterten die Besucherinnen und Besucher. Ebenso konnte das Förderzentrum, welches den Lernenden für die individuelle Förderung und die Hausaufgabenhilfe zur Verfügung steht, besichtigt werden.

 

Während die Schülerinnen und Schüler einen feinen Pausenweggen genossen, konnten sich die Gäste und das Lehrerteam in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen austauschen. Ausgestellte wunderschöne Werkgegenstände vermittelten einen Eindruck vom kreativen Arbeiten an der Schule.

 

Am Folgetag fand in der Aula für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Sporttagesschule Handball Arbon eine Informationsveranstaltung statt. Die Neuinteressierten wurden über die Kombination der schulischen und sportlichen Ausbildung an der Thurgauer Sporttagesschule Handball Arbon in Kenntnis gesetzt.

 

Politik, TV und Bären hautnah erlebt

Auch eine politikbegeisterte Gruppe von 3.-Seklern aus dem Zentrum Stacherholz hat an der diesjährigen Bern-Fahrt von «felix. die zeitung.» teilgenommen und das Bundeshaus und das SRF-Medienzentrum besucht. Zwei Schülerinnen berichten.

Bereits auf der dreistündigen Carfahrt war für Unterhaltung gesorgt. Hermann Bürgi, der ehemalige SVP-Ständerat, stieg in Sirnach zu. Er erzählte den 50 Teilnehmern auf Fragen von Reiseleiter Andrea Vonlanthen äusserst Wissenswertes über die Politik im Allgemeinen und die Besonderheiten des schweizerischen Systems, und er gab auch einige persönliche Erfahrungen mit der «classe politique» preis. In Bern angekommen, wurden wir von einer Gästebetreuerin empfangen und durch das Bundeshaus geführt. Wir erfuhren interessante Fakten über den 114 Jahre alten Bau. Im Anschluss standen uns Nationalrätin Verena Herzog und Nationalrat Hansjörg Walter in einem Fraktionszimmer Red und Antwort. Auf der Nationalrats-Tribüne verfolgten wir danach verschiedene Voten zu Postulaten und Motionen, die von Bundesrat Ueli Maurer kommentiert wurden. Nach spannenden 45 Minuten im Nationalrat ging es weiter in den Ständerats-Saal. Da die Kleine Kammer ihre Sitzung bereits beendet hatte, trafen wir diesen leer vor, erhielten aber trotzdem interessante Infos durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes.

In der Welt der Kameras
Nach einer entspannenden Mittagspause ging es weiter zum Medienzentrum der SRG. Im bundesrätlichen Pressekonferenz-Raum empfing uns Tagesschau-Moderator Gion-Duri Vinzens, der von seiner Arbeit in Bundesbern berichtete. Ein Highlight war, dass wir in ein SRF-Studio hineinschauen durften. Wir waren überwältigt von den riesigen Kameras und den Hunderten von Scheinwerfern an der Decke. Zurück im Bus, stieg ein Guide von Bern Tourismus zu. Auf der Fahrt durch die Altstadt Berns erzählte er uns einiges über die Geschichte dieser speziellen Stadt. Zum Schluss fuhren wir zum berühmten Bärenpark, wo die Tiere die letzten spätsommerlichen Sonnenstrahlen genossen und sich photogen präsentierten. Auf der Rückfahrt durfte natürlich das spannende Bundes-Quiz nicht fehlen.

Für diesen wundervollen und lehrreichen Tag möchten wir uns ganz herzlich bei «felix. die zeitung», dem Organisator Andrea Vonlanthen und der SSG Arbon bedanken.

Hannah Sakkal/Simona Ziolko, Sek Stacherholz